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Grenzenlos lebenswert

Kanalsanierung in der Altstadt ab 2018

09.11.2017 - Maßnahmenbeginn nach Abschluss der Bauarbeiten Hängebrücke 2018 ; Bauliche Verbesserungen an der Fahrbahn ebenfalls in Planung

Dreiflüsseeck v. Oberhaus

Über eine Sanierung der Altstadtgassen in Bezug auf Straßen- und Kanalbau im Bereich Gr. Messergasse – Steinweg wird bereits lange diskutiert. Der Handlungsbedarf ist grundsätzlich unstrittig, eine Generalsanierung der Straßenzüge würde mindestens 1 Jahr dauern. Die dafür notwendige Vollsperrung in diesem Zeitraum würde zu erheblichen verkehrlichen Problemen, aber auch zu massiven Beeinträchtigungen der Anwohner und der dort ansässigen Gewerbebetriebe und Gastronomen führen. Gerade der Steinweg ist die Hauptverkehrsader für die Altstadt. Welche Konsequenzen eine längere Sperrung nach sich ziehen würde, konnte während des Hochwassers 2013 beobachtet werden.
Außerdem würde eine Generalsanierung erhebliche Kosten verursachen, die in der Folge auf die Anwohner umzulegen wären. Die Verwaltung hat deshalb von OberbürgermeisterJürgen Dupper den Auftrag erhalten, nach Sanierungsmöglichkeiten zu suchen, bei denen keine großen Baumaßnahmen mit einer damit einhergehenden Vollsperrung erforderlich sind.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Der Steinweg als die Haupterschließungsader der Altstadt gehört selbstverständlich hergerichtet, auch die darunter liegenden alten Kanäle. Wir wollen diese Maßnahme aber insbesondere für die Anlieger verträglich gestalten.“

Der Ausschuss für Bauen und Liegenschaften wird in seiner heutigen Sitzung darüber informiert, dass der Kanal in der Passauer Altstadt ab dem kommenden Jahr saniert werden soll. Betroffen dabei sind insbesondere die Abwasserleitungen im Steinweg, in der Großen Messergasse, am Residenzplatz und in der Schustergasse. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass die Schäden an den Kanälen nicht so gravierend sind, wie ursprünglich angenommen und die Sanierungsarbeiten größtenteils per Inliner-Verfahren durchgeführt werden können. Aus diesem Grund ist ein Aufgraben und Austauschen der Leitungen an den meisten Stellen nicht erforderlich.

Die Sanierung soll nach der Öffnung der Hängebrücke im kommenden Jahr in vier Abschnitten bis 2020 realisiert werden, so dass sich etwaige Straßensperrungen auf überschaubare Zeiträume, jeweils maximal 3 Wochen, beschränken werden. Hierfür wird ein entsprechendes Verkehrskonzept erarbeitet.

Die Stadt Passau wird außerdem im Rahmen der Kanalsanierungsarbeiten Verbesserungen im Straßenbereich vornehmen und massive Straßensetzungen und Unebenheiten beseitigen. Dadurch kann für die betroffenen Straßen eine deutliche Besserstellung erzielt werden. Darüber hinaus sollen besonders geschädigte Pflasterflächen im Fahrbahnbereich erneuert und gebrochene Gehwegplatten ausgetauscht werden. Durch den Einbau von geschnittenen Pflasterstreifen und durch die Absenkung von Bordsteinen an beliebten Stellen für Fußgängerquerungen wird in diesem Zug auch mehr Barrierefreiheit in der Altstadt geschaffen. Die Planungen werden in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Passau sowie der Dienststelle für Stadtgestaltung und Altstadtfragen erarbeitet.

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