english français

Grenzenlos lebenswert

Neubau für Gründerzentrum: Der Förderbescheid ist da!

02.01.2019 - Stadt Passau kann mit rund 3,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern rechnen

Logo INN.KUBATOR PASSAU

In der Erfolgsgeschichte des Gründerzentrums INN.KUBATOR PASSAU wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Für die Errichtung des bereits geplanten Neubaus ist nämlich der offizielle Förderbescheid im Rathaus eingetroffen. Demnach beläuft sich die Zuwendung des Freistaats auf mehr als 3,6 Millionen Euro. Seitdem die Stadt Passau im Verbund mit den Städten Landshut und Deggendorf sowie den dortigen Hochschulen und den Wirtschaftsbetrieben der jeweiligen Regionen den Zuschlag der Bayerischen Staatsregierung für den Aufbau des Gründerzentrums Digitalisierung Niederbayern erhalten hat, wird das Projekt in der Dreiflüssestadt stetig vorangetrieben.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Ich freue mich sehr, dass wir nach der offiziellen Förderzusage nun mit der Realisierung einer eigenen Gebäulichkeit für das Gründerzentrum INN.KUBATOR PASSAU loslegen können. Seit dem Startschuss in angemieteten Räumen zum 1. Januar 2017 können wir eine große Nachfrage verzeichnen. Um dieser auch gerecht zu werden und die Arbeit der Gründerteams effektiv zu unterstützen, ist die Schaffung eines modernen Domizils sehr wichtig. Die hier entstehenden Ideen im Bereich Digitalisierung sind schließlich das Zukunftspotenzial für Passau, Niederbayern und darüber hinaus.“

Der Passauer Stadtrat hat bereits 2016 einen Grundsatzbeschluss zum Bau und Betrieb eines Gründerzentrums im Bereich Digitalisierung gefasst, nachdem die Bayerische Staatsregierung ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt hatte. Bei vielen Gesprächen kristallisierte sich im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft eine konzertierte Bewerbung der Städte Passau, Landshut und Deggendorf, deren Hochschulen und der niederbayerischen Wirtschaft um den Zuschlag heraus, der seitens der Staatsregierung aufgrund des nachhaltigen und innovativen Konzepts schließlich am 28. Juni 2016 erteilt wurde. In der Folge wurde für die Netzwerkaktivitäten ein Förderantrag für die Summe von 1,25 Millionen Euro für einen Zeitraum von sieben Jahren bei der Regierung von Niederbayern eingereicht, wobei die regionale Wirtschaft einen Beitrag in gleicher Höhe teils bereits zugesagt, teils in Aussicht gestellt hat. Die Basis des Netzwerks bildet eine standortübergreifende, mit dem Fokus auf ganz Niederbayern gerichtete enge Zusammenarbeit zwischen den drei Standorten mit der Zielsetzung, Gründungsvorhaben in allen Entwicklungsstufen zu unterstützen, Erfahrungsaustausch zwischen jungen Gründern und etablierten Unternehmen anzustoßen, nachhaltiges unternehmerisches Handeln im Bereich Digitalisierung zu etablieren und partnerschaftliches Engagement zu stärken. Der entsprechende Bescheid wurde Anfang 2017 von der damals zuständigen Staatsministerin Ilse Aigner an Oberbürgermeister Jürgen Dupper im Beisein zahlreicher Mitstreiter übergeben, zu denen die 4process AG, die IHK Niederbayern, die Kapfinger Vermögensverwaltungs GmbH, die Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, die Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG, die msg systems ag, die Passauer Neue Presse, die Sparkasse Passau, die Sumida AG und die ZF Friedrichshafen AG zählen.

Am Standort Passau kam man überein, dass der Betrieb des Gründerzentrums bis zur Fertigstellung des Neubauvorhabens in angemieteten Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße 10 stattfinden soll. Am 1. Januar 2017 – dem Tag, an dem auch der Förderzeitraum begann – konnten die ersten Start-ups hier ihre Arbeit aufnehmen. Aufgrund der großen Resonanz wurde im April 2018 beschlossen, weitere Räume in der Dr.-Hans-Kapfinger-Straße 30 anzumieten. Die entstehenden Anmietkosten werden bezuschusst.

Der Neubau wird auf einem städtischen Grundstück neben dem Adalbert-Stifter-Gymnasium in direkter Nachbarschaft zur Universität entstehen. Für das Vergabeverfahren wurde ein Auswahlgremium unter der Leitung von Oberbürgermeister Jürgen Dupper eingesetzt. Um den Planungsauftrag bewarben sich 16 Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Rennen machte ein Passauer Architekturbüro, die Vergabe wurde vom zuständigen Stadtratsausschuss im Mai 2017 auf den Weg gebracht. Binnen eines knappen Jahres wurde die Planung erstellt. Auf dieser Basis fasste der Stadtrat ab Juni 2018 die notwendigen Beschlüsse bezüglich des Bauleitplanverfahrens und der Baugenehmigung. Der Antrag zur Förderung des Vorhabens, für das Gesamtkosten von 5,1 Millionen Euro veranschlagt sind, wurde im Juli 2018 bei der Regierung von Niederbayern eingereicht. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn wurde von dieser Seite im September 2018 genehmigt, so dass ab Oktober die ersten Arbeiten vergeben werden konnten. Der Abriss des so genannten Hausmeistertrakts am westlichen Ende des Schulgebäudes war bereits Anfang des Jahres erledigt worden. Somit kann in Kürze der offizielle Spatenstich erfolgen.

Die Pläne sehen die Errichtung eines langgestreckten, insgesamt viergeschossigen Gebäudes entlang des Rosenbergerwegs am westlichen Ende des Schulgrundstücks mit einer Nutzfläche von mehr als 1000 Quadratmetern vor. Entsprechend der künftigen Nutzung durch Start-ups, die sich ausschließlich mit digitalen Geschäftsmodellen beschäftigen, erfolgt die Ausstattung mit modernster, leistungsfähiger und zukunftssicherer Technik, um so auch die Rahmenbedingungen für kreatives Denken und Arbeiten zu schaffen. Neben Räumen für die Verwaltung des Gründerzentrums sollen in verschiedensten Raumkonzepten bis zu 35 Gründerteams eine Heimat finden. Darüber hinaus werden Konferenz- und Sitzungszimmer sowie ein kleines Veranstaltungsforum eingerichtet, um auch die Möglichkeit zur Durchführung von Veranstaltungen zu haben.

Aktuell sind in den angemieteten Flächen 13 Start-ups untergebracht. 5 weitere sind seit dem Start bereits ausgezogen, um auf eigenen Beinen zu stehen. Drei GmbH-Gründungen sind aus dem INN.KUBATOR PASSAU, wie das Gründerzentrum genannt wird, bereits hervorgegangen. Darüber hinaus gab es schon zahlreiche Auszeichnungen, etwa im Rahmen des Wettbewerbs „ideenReich“, des Bayerischen Gründerpreises und des Innovation in Politics Awards.

Zurück nach Oben